C02-Ausstoß
Umwelt, CO2-Ausstoß und Klimaspende
Einige Fluggesellschaften veröffentlichen ihren C02-Ausstoß und geben ihren Passagieren die Möglichkeit mit einer freiwilligen Spende ihren CO2-Ausstoß zu kompensieren.
Es gibt Befürworter und Kritiker dieser Klimaspende.
Die Kritiker behaupten, die Angaben wären zu niedrig, das Problem würde verharmlost.
Tatsächlich bietet die Berechnungsweise einen breiten Spielraum, da ja nicht nur CO2 sondern gleichzeitig auch andere klimaschädlichen Stoffe ausgeschieden würden.
In einer relativ konservativen Betrachtung geht myclimate davon aus, daß es sich noch einmal um die gleiche Menge handelt, Kritiker behaupten, es müßte der Faktor 4 sein.
Bei einigen Fluggesellschaften (z.B. TUIfly) behaupten die Kritiker, das Problem würde verharmlost und zu niedrige Angaben gemacht.
In der Tat sind die angegebenen Mengen oft unwahrscheinlich niedrig, wie eigene Berechnungen, etwa der verbrauchten Liter je 100 km Passagierkilometer zeigen.
Der neue spritsparende Airbus A380 soll den Verbrauch auf der Langstrecke bis zu 3,5 Liter senken.
Bedenkt man, daß bei einem Start ca. 850 Liter Kerosin verbraucht werden, dann liegen realistische Werte mit anderen Flugzeugtypen auf innerdeutschen Stecken deutlich oberhalb von 8 Litern.
Die niedrigen Angaben von TUIfly haben aber dazu geführt, daß viele Passagiere bereit sind, die ihnen suggerierten 2 oder 4 EUR zusätzlich zu zahlen und sie so tatsächlich etwas für den Umweltschutz tun.
Höhere, realistische Summen scheinen eher abzuschrecken.
Auf der anderen Seite ist es interessant zu sehen, wie Fluggesellschaften sich tatsächlich bemühen, den CO2-Ausstoß zu senken. Ihr Interesse liegt primär in der kontinuierlichen Senkung des CO2-Ausstoßes, deshalb liefern sie aktuelle und tatsächliche Zahlen des CO2-Ausstoßes.
Wie auch immer, beide Bestrebungen sind zu unterstützen und man kann mit Spannung erwarten, wie der CO2-Ausstoß gesenkt und gleichzeitig die Bereitschaft für einen aktiven Umweltbeitrag der Passagiere gestärkt wird.